Stuhltypen
Bürostuhl ist nicht gleich Bürostuhl. Vier Grundtypen decken die meisten Anwendungsfälle ab, mit deutlich unterschiedlichen Stärken.
Arbeitsstuhl
Der Standard im Büro. Mittlere bis hohe Rückenlehne, voll verstellbar, Synchronmechanik, Armlehnen optional. Optimiert für 4–10 Stunden tägliches Arbeiten am Schreibtisch.
Chefsessel
Höhere Rückenlehne (oft bis zum Hinterkopf), gepolstertere Sitzfläche, Lederbezug verbreitet. Optisch repräsentativ, ergonomisch nicht zwangsläufig besser. Für Personen mit häufigen Pausen, Telefonaten und Empfangsfunktion.
Drehhocker
Sitzfläche ohne Lehne, drehbar. Erzwingt aktives Sitzen — die Rumpfmuskulatur stabilisiert ständig. Nur für begrenzte Sitzdauern (1–3 Stunden) oder als Ergänzung neben einem Arbeitsstuhl sinnvoll.
Sattelstuhl
Sitzfläche in Sattelform — die Hüfte öffnet sich, der Rücken wird automatisch aufgerichtet. Verbreitet bei Zahnärzten, Friseuren und in der Pflege. Erzwingt aktive Haltung, ist aber gewöhnungsbedürftig.
Welcher Typ für wen
| Typ | Eignung | Sitzdauer |
|---|---|---|
| Arbeitsstuhl | Standard-Büroarbeit | 4–10 Std/Tag |
| Chefsessel | Repräsentativ, abwechslungsreich | 2–6 Std/Tag |
| Drehhocker | Aktives Sitzen, kurze Phasen | 1–3 Std/Tag |
| Sattelstuhl | Aufrechte Haltung, Spezialberufe | 3–8 Std/Tag |
Häufige Fragen
- Ist ein Chefsessel ergonomischer?
Nicht zwangsläufig. Die höhere Rückenlehne wirkt elegant, ist aber für ergonomisches Sitzen nicht zwingend. Wichtiger sind Synchronmechanik und Lordosenstütze – und die haben gute Arbeitsstühle ohnehin.